Wie willst du dieses Jahr leben?

Dein Tool zur Jahresreflexion

Stand: 01.01.2021

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Das neue Jahr steht in den Startlöchern - Zeit für Vorsätze, die dein Leben toller, erfolgreicher, glücklicher machen sollen. Blöd nur, dass Vorsätze meist nicht eingehalten werden. Hier ist ein Vorschlag, wie du dir dieses Jahr trotzdem ein Leben nach deinen Wünschen gestalten kannst.

Es ist ein pessimistisches Bild: Laut einer Studie der amerikanischen Universität Scranton scheitern 92 Prozent aller Neujahrsvorsätze.  Auch die Psychologie kennt ein ähnliches Phänomen und hat ihm einen Namen gegeben: Die Intentions-Verhaltens-Lücke. Wir können uns vieles vornehmen - was wir dann wirklich tun, steht auf einem anderen Blatt.

"92 Prozent aller Neujahrsvorsätze scheitern."

Woran liegt es, dass wir immer wieder an unseren Plänen und Vorsätzen scheitern?

Tja. John Lennon hat es treffend zusammengefasst als "life is what happens to you while you're busy making other plans". Ein Jahr ist eine lange Zeit. Da kann vieles passieren, das deine Pläne durchkreuzt oder dich an deinen Vorsätzen zweifeln lässt. Oft liegt das Problem allerdings schon am Anfang: Wir fassen Vorsätze, die zu vage sind oder an unseren wirklichen Bedürfnissen vorbeigehen.

Du planst jetzt schon das dritte Jahr in Folge, dieses Jahr endlich sportlicher zu werden? Was heißt denn das konkret? Ein Abo im Fitnessstudio? Das ist wohl der Klassiker und Teil des Businessmodells solcher Studios. Aber bist du dir sicher, dass du dein Abo wirklich wöchentlich nutzen würdest? Glaubst du wirklich, dass dein innerer Schweinehund nicht gegen eine monatliche Kontoabbuchung ankommt?

Und was können wir dagegen tun?

Machen wir es kurz. Neujahrsvorsätze für die kommenden zwölf Monate aufzustellen, ergibt für die wenigsten Menschen Sinn. So funktioniert unsere Psyche nicht und so funktioniert unsere Welt nicht. Mein Vorschlag ist, stattdessen in kürzeren Zeiträumen zu denken. Was wäre zum Beispiel mit Vorsätzen, die nur den nächsten Monat betreffen? Wäre das realistischer? Nach dem Monat könntest du dann von Neuem überlegen, was du dir für den anstehenden Monat vornimmst.

"Was wäre mit Vorsätzen, die nur den nächsten Monat betreffen?"

Klingt aufwendig? Ist es nicht. Ich habe eine 3-Fragen-Reflexion entwickelt, die du in kürzester Zeit machen kannst. Leg am besten gleich los. Nimm dir ein paar Minuten Zeit. Für dich. Für ein tolles nächstes Jahr. Für den kommenden Monat. Als Vorlage kannst du die obenstehenden Abbildung benutzen. Du kannst sie entweder abschreiben oder herunterladen und ausdrucken.

Wie setze ich die 3-Fragen-Reflexion um?

Such dir einen ruhigen Ort, nimm dir ein leeres Blatt Papier oder deinen Ausdruck der drei Fragen und beginne mit der ersten: Was bedeutet "toll" für mich?

Jetzt geht es darum, deine Antwort zu finden. Und zwar wirklich deine. Niemand kann für dich entscheiden, was du als ein tolles Jahr empfindest. Ist es ein möglichst entspanntest Jahr? Ein erfolgreiches Jahr? Ein glückliches Jahr? Was auch immer sich hier für dich richtig anfühlt, schreibst du auf.

Jetzt ist es schon Zeit für die zweite Frage: Was sind Momente in meinem Alltag, in denen ich mich so fühle?

Sieh dir deine Beschreibungen des Wortes "toll" an. In welchen Momenten fühlst du dich genau so? Zum Beispiel: Wann bist du im Alltag total entspannt? Deine Antwort könnte hier lauten: Wenn ich abends ein Buch lese.

Versuche so konkret wie möglich zu werden und an Momente zu denken, die keine Sondersituationen sind, sondern sich wirklich in deinem Alltag abspielen.

"Versuche so konkret wie möglich zu werden."

Zuletzt nimmst du dich der dritten Frage an: Was kann ich im nächsten Monat tun, um solche Momente zu erleben?

Auch hier gilt es, so konkret wie möglich zu werden: Wie sieht dein nächster Monat aus? Was kannst du dir realistischerweise vornehmen, um die unter Frage zwei notierten Momente im kommenden Monat zu erleben?

Hier ein Beispiel einer komplett ausgefüllten 3-Fragen-Reflexion:

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Und wenn ich alle drei Reflexionsfragen beantwortet habe?

So. Du hast alle drei Fragen beantwortet. Jetzt kommt der wichtigste - und wenig überraschende - Schritt: Die Umsetzung deiner Antworten auf Frage drei. Dabei kannst du im Kopf behalten, dass es nur um den nächsten Monat geht. Was davon kannst du wie in den nächsten Tagen und Wochen angehen? Am besten, du schreibst dir deine Vorhaben direkt in deinen Kalender. Das hilft dir dabei, deine Pläne nicht zu vergessen und realistisch zu bleiben.

Ganz wichtig ist außerdem: Schreibe dir schon jetzt einen Termin in den Kalender, zu dem du nochmals deine drei Fragen beantwortest. Selbstverständlich findet diese neue Reflexion direkt nach Ablauf des anstehenden Monats statt. Jeden Monat betrachtest du also die Fragen, überlegst, inwiefern deine Antworten sich noch richtig für dich anfühlen und veränderst sie bei Bedarf. Dann stellst du dir neue Termine in deinem Kalender, an denen du deine Antworten auf Frage 3 umsetzt.

Ganz genau - du kannst im anstehenden Jahr also monatlich eine kurze Reflexion machen. Wenn du so willst, ist das dein einziger Jahresvorsatz!

"Dein einziger Jahresvorsatz:

eine kurze, monatliche Reflexion."

Für mich funktioniert dieser Ansatz ganz wunderbar. Er ist kurz, konkret und vor allem sehr viel realistischer als Anfang des Jahres Pläne für die kommenden Monate zu machen. Was meinst du? Schreib mir gerne deine Meinung.

Gibt es noch mehr solcher Übungen?

Du willst dich nachhaltig und mit echten Ergebnissen mit deiner Lebensgestaltung beschäftigen? Dann schau dir mein im Mai 2021 erscheinendes Buch zur Mosaik-Methode an. Darin findest du zahlreiche zusätzliche Übungen, die dich deinen Alltag, deine Beziehungen, deine Arbeit und sogar deine Vision überdenken lassen. Ich wünsche dir ganz viel Spaß damit!

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